Ihre karnevalistische Tanzkarriere starteten Vanessa und Julia Vogel in der Garde unter dem Namen „Red Angels“ beim Karnevalverein Ostendia aus Fulda. Vor zwei Jahren entschlossen sich die zwei Schwestern aus Schlitz, als Tanzduo aufzutreten. Mit neuen glitzernden Kostümen sowie einem Mix aus moderner Musik und traditionellen Tanzschritten begeistern sie seitdem zahlreiche Narren in der Fastnachtszeit. „Die beiden sind ein super eingespieltes Team, eben auch weil sie Geschwister sind“, erzählt Trainerin Freeman über ihre beiden Mädels. Zuvor hatte die 22-Jährige die „Red Angels“ trainiert, jetzt konzentriert sie sich jedoch auf das tänzerische Duo.
Der Zusammenhalt zwischen den Mädchen der ehemaligen Gardetanzgruppe und den Vogel-Schwestern habe durch den Wechsel nicht gelitten – laut der Trainerin sei die Stimmung bei den Auftritten und gemeinsamen Einmärschen in die närrischen Hallen der Region stets sehr gut. „Das Verhältnis zu ihrer alten Garde ist noch super“, so Freeman, die sich in Zukunft auch eine Kooperation des Duos mit den „Red Angels“ vorstellen kann.
Normalerweise startet das Training der Tänzerinnen direkt nach Ostern. Einmal in der Woche wird entweder in der Pfarrei St. Pius in Fulda oder dem Bürgerzentrum Ziehers-Süd gesprungen und getanzt. Auch zuhause trainieren die Tänzerinnen fleißig weiter. „Wir dehnen uns beim Training immer zuerst und üben einzelne Schritte. Dann studieren wir den Tanz für die jeweilige Kampagne ein“, so Freeman. Doch die derzeitige Coronakrise trifft auch die Tänzerinnen und ihre Trainerin hart – eine entfallende Kampagne, keine Auftritte und somit auch kein einstudierter Tanz – so hatten sich die drei das nicht vorgestellt. „Wir trainieren derzeit gar nicht mehr und hatten eigentlich auch nie wirklich angefangen. Zwar hatten wir am Anfang mal ein Lied rausgesucht, daraus wurde aber schnell nichts mehr“, berichtet die Trainerin. Da keine Auftritte anstehen, musste schließlich auch kein neuer Tanz her. Doch ganz untätig sind die Geschwister nicht: Die zwei jungen Frauen trainieren zuhause in den eigenen vier Wänden weiter, um fit zu bleiben und nicht aus der Übung zu kommen. „Wir haben auch weiterhin Kontakt über WhatsApp“, merkt Freeman an. Und schon jetzt freuen sich dann alle drei darauf, möglichst wieder gemeinsam üben zu können.
