„Föllsch Foll hinein“ trifft „Kölle Alaaf“: So viel geballte Karnevalsenergie hat das Fuldaer Stadtschloss mindestens seit der vergangenen Kampagne nicht mehr gesehen. „Das ist ein historisches Ereignis für uns hier in Fulda“, freute sich der Oberbürgermeister über den hohen Besuch: „Wir hatten noch nie jemanden von der Kölner Karnevalsgarde zu Besuch.“ Als Schirmherr der Fuldaer Foaset begrüßte er die Jecken mit einem ordentlichen Schlachtruf. „Ein dreimal donnerndes ‚Föllsch Foll, Hinein‘“, rief er dem Publikum zu, das die bekannte Karnevalsbegrüßung sofort erwiderte.
Natürlich folgte kurz darauf auch der Schlachtruf der Gäste „Kölle, Alaaf“, der mindestens genauso enthusiastisch erwidert wurde. Köln und Fulda hätten viele Gemeinsamkeiten, berichtete er weiter. „Unser Stadtbaurat Daniel Schreiner beispielsweise ist ein großer Fan des 1. FC Köln“, stellte Wingenfeld lachend heraus. Er erzählte ausführlich von der Historie der Stadt, wie der heilige Bonifatius, der zeitlebens immer Bischof von Köln werden wollte, damals das Kloster Fulda gründete, von den Höhen und Tiefen, von der schwarzen Geschichte der NS-Zeit, der Besetzung der Amerikaner, von der Wende und den großen Errungenschaften für das „kleine“ Fulda, wie dem ICE-Bahnhof, der zum Bevölkerungswachstum, und der Fuldaer Foaset, die beide zum Zusammenwachsen selbiger, beigetragen hätten. „Karneval ist für uns ein hohes Kulturgut“, erklärte er stolz.
Oliver Weißenberger, Präsident der FKG, drückte seinen kölschen Kollegen seine größte Hochachtung aus, neckte aber auch mit einer kleinen Frotzelei. „Wir sind sicherlich nicht die Besten, aber eins weiß ich: Wir sind die Lustigsten hier in Fulda“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Er dankte der Stadt und OB Wingenfeld für die lange, gute Zusammenarbeit und stellte einige weitere große Vorzüge der Barockstadt heraus. „Wir sind beispielsweise eine Musical-Stadt, haben den größten Rosenmontagszug, und wir haben die höchste Kneipendichte ganz Hessens“, hob er hervor.
Reservekorpsführer Jürgen Wicharz dankte für den herzlichen Empfang. „Es ist uns eine große Freude hier im Stadtschloss in Fulda Gäste zu sein“, sagte er zufrieden. Gemeinsam mit seinen Jecken und Alexander Schmitt am Klavier stimmte er dann fröhliche Karnevalslieder, darunter natürlich auch die Föllsche Karnevals-Hymne „Ich bin in Fulda verliebt“ an, worauf alle im Marmorsaal gemeinsam mitsangen.
