Nach dem schwungvollen Einmarsch der Prinzenmannschaft begrüßte FKG-Präsident Oliver Weißenberger die gut gelaunten Gäste. „Ich darf allen eine hoffentlich schöne Weihnachtszeit wünschen – oder zumindest, dass ihr eine schöne gehabt habt“, eröffnete er augenzwinkernd und blickte stolz auf die voll besetzte Bühne: „Ich bin sehr, sehr stolz, dass wir heute mit so einer starken Mannschaft hier im Bürgerhaus stehen.“
Unter großem Applaus wurde Prinzessin Isabel empfangen. An ihrer Seite stehen in dieser Kampagne die Adjutanten Johannes Uth und Johannes Alt sowie Prinzenmariechen Anna Weißenberger. Über das Prinzessinnen-Team scherzte der Präsident: „Ich mache mir zwar wirklich nichts aus Männern – aber Isabel hat hier ein paar sehr nette, eloquente, kompetente und sportliche Exemplare.“ Über Anna Weißenberger sagte er nicht minder schmunzelnd: „Sie ist der Glanz der Mannschaft.“ Neben der Prinzessinnen-Mannschaft waren zahlreiche Vertreter aus der Politik anwesend, darunter Florian Fritzsch, Bürgermeister von Großenlüder, Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister, Landtagsabgeordneter Thomas Hering sowie Staatssekretär Michael Brand.
Tänzerische Höhepunkte setzten Tanzmariechen Alma Lina und die Sternchen-Garde, ehe es später mit den Fastnachtssängern endgültig närrisch wurde. Alma Lina richtete persönliche Worte an die neue Tollität: „Liebe Isabel, ich wünsche dir und deinem Team eine wunderschöne Zeit – und ich freue mich riesig auf diese mit euch.“ Ein besonderer Moment war die Übergabe der Flora an Maia Werner, ehemaliges FKG-Tanzmariechen – begleitet von viel Applaus und sichtlicher Rührung.
Dann wurde es ernst – zumindest ein bisschen. Als „ehrenwerter Damenrichter Weißenberger“ eröffnete der Präsident mit Gummihammer die Sitzung des „hohen Fuldaer Namenrates“. „Ich habe extra einen Gummihammer genommen, damit es nicht so weh tut“, erklärte er, während das Publikum lachend die Freiwilligkeit seiner Anwesenheit bestätigte. In der närrischen Gerichtsverhandlung wurde Prinzessin Isabel auf Herz, Humor und Paragrafenfestigkeit geprüft. Die Frage, ob sie im Zweifel lieber einen Paragrafen zitiere oder „Hinein“ rufen würde, beantwortete sie souverän – sehr zur Freude des Saales.
Schließlich erfolgte die feierliche Taufe „im Namen der völkischen Narretei“. Unter Gelächter, Applaus und närrischen Kommentaren erhielt Dr. Isabel Hohmann ihren neuen Namen „Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, die 83. von Fulda“ sowie ihren ersten Prinzenorden aus den Händen des Präsidenten.
Für eine echte Überraschung sorgte die Kinderprinzessin Lotta aus Mittelkalbach, die gemeinsam mit Adjutanten und Elferrat erschien. Besonders herzlich fiel ihr Gruß an Adjutant Johannes aus, der aus Mittelkalbach stammt und mit der Kinderprinzessin verwandt ist. Ihren Rat an alle Feierfreudigen vergaß sie dabei nicht: „Bleibt nicht zu lange an der Theke stehen – denn wer sonntags feiert, kann montags auch arbeiten gehen.“
In ihrer Rede wandte sich Prinzessin Isabel an die gesamte FKG-Familie: „Eine Tollität ohne ein Team ist am Ende des Tages nichts.“ Sie dankte allen Aktiven und rief zum Mitmachen auf: „Ich alleine kann das nicht – nur gemeinsam sind wir ein unschlagbares Team. Mit Freude, Frohsinn, Zusammengehörigkeit und Leidenschaft.“ Mit der Uraufführung des neu gedichteten Prinzessinnenliedes von den Fastnachtssängern, der Ordensverleihung und einem kräftigen, dreifachen ‚Föllsch Foll – Hinein!‘ endete ein Vormittag, der zeigte: Karneval ist in Fulda nicht nur Brauchtum, sondern Herzblut.
