Lokales FD 04.12.2025

Randstaatenstammtisch in Fulda – Foaset am Hessentag präsent

Fulda – Von Pascal Fischer – Der Höhepunkt der Fuldaer Foaset ist zwar noch etwas entfernt, dennoch planen die Verantwortlichen schon fleißig: Am Dienstagabend trafen sich die Rand- und Bundesstaaten mit der FKG zum traditionellen Randstaatenstammtisch im Leipziger Hof.

Foto: Pascal Fischer

Mit einem kurzen Rückblick auf 2025 ging es los – erfreulich: 20.000 Besucher beim Kinderumzug am Sonntag bedeuteten einen Rekord, sagte Hans-Jürgen Dröge aus dem Romo-Ausschuss der FKG. Auch was den Rosenmontagsumzug konnte mit 75.000 eine „historische“ Zahl erreicht, so Dröge. Und das sagte er dankbar vor dem Hintergrund, weil viele Menschen durchaus Angst hatten. 45 Minuten vor dem Startschuss in Fulda war Mannheim damals von einem Anschlag eingeholt worden. Dröge sprach von „super Disziplin“ aller Beteiligten in Osthessen. Die Sicherheitskonzepte seien „extrem ausgearbeitet“ gewesen.

Für 2026 wurde bereits vorausgeblickt: Der Romo ist am 16. Februar, und damit deutlich früher. „Wir müssen mit Anbruch der Dunkelheit fertig sein“, so die Verantwortlichen. Das Thema Sicherheit ist dabei ohnehin allgegenwärtig. Ein paar Anpassungen sind im Konzept vorgenommen worden, gab FKG-Vizepräsident Jan-Christoph Frühauf an. Man wolle Strukturen etablieren, und Verantwortungsbewusstsein schaffen. Die wichtigen Positionen der Marschsäulenbegleitung und Gruppenlotsen wurden angesprochen. Frühauf wies auf die Anmelde-Frist für den Romo hin – vier Wochen vorher. 2027 werde es „noch früher“ werden, sprach er von großem Aufwand Jahr für Jahr. Musikkapellen seien derweil rar gesät, fügte Dröge noch an: Etwa 20 stünden bisher für kommenden Umzug fest. „Wir sind noch offen für mehr, und würden uns freuen“.

Was Glasflaschen angeht, wurde bereits für 2026 entschieden: Auf den Wägen darf aus Glas getrunken werden, die Flaschen dürfen jedoch keinesfalls heruntergereicht werden, weder zu Fußgruppen noch zu Zuschauern. Außerdem sagte er, dass nach dem vergangenen Rosenmontag eine schriftliche Mahnung an einen Verein geschrieben worden sei, der ein Feuerwehrhorn während des Umzugs mehrmals betätigte.

Die Glasflaschen-Entscheidung stieß bei den Randstaaten auf Verständnis, und auch Ramona Gärtner, die vom städtischen Ordnungsamt zugegen war, appellierte nochmal an die Sicherheit: „Ich finde es gut, dass das viele annehmen“. Außerdem bat sie darum, die entsprechenden Mülleimer und -behälter zu nutzen, und gemeinsam für einen sicheren Romo zu sorgen.

Die Anmeldefrist für den Floraorden (31. Dezember) wurde nochmal in Erinnerung gerufen, außerdem der Romo-Orden, der in dieser Kampagne den Spätlesereiter zeigt. Das Symbol gibt es gegen eine Spende diesmal auch als Anstecker.

Auch der Hessentag in 2026 war diesmal ein großes Thema: Eine Arbeitsgruppe erarbeitete ein Konzept, wie die Fuldaer Foaset sich präsentieren könne. Im Mittelpunkt stand dabei der Festumzug am 21. Juni 2026. Frühauf und FKG-Präsident Oliver Weißenberger erklärten sich bereit, sich dafür einzusetzen, dass die von der Gruppe ausgearbeiteten Prioritäten berücksichtigt werden: Es solle eine Randstaaten-Gardekapelle mitlaufen, dazu die Fürstlichkeiten aller 14 Vereine, bestenfalls auf einem Wagen, und weitere Aktive jeder Vereine als Fahnenträger. Jedoch seien die Gruppengrößen am Hessentags-Umzug limitiert. Auf die Frage, ob die Tollitäten dabei wichtiger seien, oder die Aktiven aus den zweiten Reihen der Vereine, sagte Weißenberger: „Wir gehen all in und werden alles versuchen“. Die Foaset möchte auf „dicke Hose“ machen – und Gärtner machte seitens der Stadt zumindest Hoffnung: Der Oberbürgermeister wolle ebenfalls, dass die Fastnacht repräsentiert wird. „Und ich bin ziemlich sicher, dass ihr die Fastnacht so präsentieren könnt, wie ihr möchtet“.

Am 13. Juni entsteht dazu ein Stand des Fastnachtsmuseums vor dem Feuerwehrmuseum im Rahmen des Hessentags, wo den ganzen Tag über Programm sein soll. Auch ein kleines „Foaset fir Freeme“ von Aki Elm und eine Karaoke-Show solle es dabei geben. Die Tradition der „Schwellköppe“ wurde ebenfalls aufgegriffen, hier sollen die Randstaaten darüber nachdenken, sich zu beteiligen. Haimbach war dabei bereits Vorreiter. Das Fürstlichkeiten-Treffen mit traditionellem Foto wird derweil am 27. Januar bei der Stadt stattfinden, während zum Abschluss Prinzessin Isabel von Brief und Siegel LXXXIII von Fulda mit ihrer Mannschaft einmarschierte und auf einen anstehenden Blutspende-Termin der Fastnachter hinwies. Sie wünschte sich: „Lasst uns die Missgunst beiseiteschieben und ein Zeichen von Menschlichkeit setzen. Zeigen, dass wir Fuldaer zusammenhalten“. Danach bekam die Mannschaft noch die Orden überreicht – und freute sich auf den Start der Romo-Spendenaktion am Donnerstag.

 

 

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Randstaatenstammtisch. Fotos: Pascal Fischer