Zu den Klängen des Trommel- und Fanfarenzugs (Stabführung: Patricia Quanz) marschierten die zahlreichen Aktiven der Ho-Bi-Fa Karnevalgesellschaft im Gemeindezentrum ein. Die Sitzungspräsidenten der HoBiFa, Thorsten Beck und Ronny Helmer, begrüßten das närrische Publikum und die Ehrengäste.
Dann folgte eine Überraschung: Der Chef des Protokolls des Karneval-Verbands Kurhessen e.V., Winfried Kollmann, kam auf die Bühne, um zwei verdiente Mitglieder für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Verein mit dem Karlsorden des KVK zu ehren: Thorsten Beck und Oliver Quanz. Beide sind seit vielen Jahren im Verein und wurden für viele Jahre im Vorstand mit dem KVK-Karlsorden ausgezeichnet.
Zunächst ein Rückblick auf die karnevalistische Historie der beiden: Es begann in der Kampagne 1999/2000. Fußballer des Sportvereins Hofbieber gründeten die Männertanzgarde „Die Kickerdales“. Hier war Thorsten Beck Gründungsmitglied und über viele Jahre auch Ideengeber für die begeisternden Auftritte dieser Truppe, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Am 11.11.2003 trat er schließlich in die HoBiFa Karnevalgesellschaft ein und wurde Mitglied des Elferrates.
Thorsten Beck ist ein Mann, der zu seinem Wort steht. So versprach er seinem Bruder Olli: „Wenn du Prinz machst, werde ich dein Hofnarr“. In der Session 2008/2009 war es dann so weit, sein Versprechen einzulösen. Als Till verkleidet, begleitete er die Prinzenmannschaft durch die Kampagne und kündigte jede Rede der Tollitäten schelmisch an.
Seit dieser Zeit hat er während der Kampagne immer ein wachsames Auge und offenes Ohr. Alle lustigen, aber auch kritischen Begebenheiten werden notiert und in eine gereimte Büttenrede niedergeschrieben. In seiner Figur als Till begeistert er damit jedes Jahr am Fastnachtdienstag alle Aktiven bei der Prinzenbeerdigung.
Der Höhepunkt eines Karnevalisten ist auf jeden Fall, einmal im Leben als Prinz den närrischen Untertanen vorzustehen. Diesen Wunsch erfüllte er sich in der Session 2017/2018. Hier regierte er als Prinz Thorsten der 57., der närrische Präsidenten-Sheriff.
Apropos Präsident, seit dem Jahr 2010 steht er als einer der Sitzungspräsidenten bei der HoBiFa auf der Bühne und wurde im Jahr 2012 in den Dreiervorstand des Vereins gewählt.
Im Jahr 2018 folgte der nächste Stepp auf der Karriereleiter von Thorsten Beck. Nach dem Ausscheiden von Uwe Trapp wurde er zum Vorstandssprecher der HoBiFa Karnevalgesellschaft gewählt. Seitdem leitet er, zusammen mit den beiden Vorständen Kathrin Mihm und Oliver Quanz sowie den restlichen Vorstandsmitgliedern die Geschicke des Vereins.
Die HoBiFa Karnevalgesellschaft bedankt sich bei ihrem Vorstandssprecher, Sitzungspräsidenten und Elferratsmitglied für sein selbstloses, außergewöhnliches Engagement zum Wohle des Vereins mit der Verleihung des Karlsordens.
Oliver Quanz ist seit dem 10. November 1996 Mitglied der HoBiFa Karnevalgesellschaft e. V. Von Anfang an ist er als Fanfarenbläser im Trommel- und Fanfarenzug aktiv und bis heute bei nahezu allen Einmärschen der Prinzenmannschaften dabei. Mit großem Einsatz sorgt er dafür, dass der TFZ auch in Zukunft ein fester Bestandteil der HoBiFa bleibt.
Als Verantwortlicher für die Logistik der Veranstaltungen, des Fastnachtssonntagsumzugs, Proben und Vereinsfahrten ist er längst unverzichtbar geworden. Die Maßstäbe, die er in diesem Bereich gesetzt hat, sind beeindruckend – und das Ergebnis harter, selbst erarbeiteter Arbeit für „seine“ HoBiFa.
Sein Engagement ist vorbildlich, leidenschaftlich und einzigartig. Wo immer helfende Hände gebraucht werden ist Oli zur Stelle – organisiert, koordiniert und packt selbst mit an.
Viele Jahre lang leitete er zudem das Bühnenkommando der Sternennacht und sorgte dort für einen reibungslosen Auf- und Abbau der Bühnenkulissen für die einzelnen Programmpunkte. Auch bei den Propagandafahrten am Fastnachtsamstag war er stets mit vollem Körpereinsatz dabei – ganz nach dem Motto: Für die HoBiFa ist ihm nichts zu viel!
Besonders in Erinnerung bleibt ihm die Kampagne 1998/1999 seines Vaters Prinz Gerhard XXXVIII. vom klangvollen Parlament und Prinzessin Ursula XXIV. Hier war er als Kinderprinz Oli vom Schoppemoped mit seinem legendären Schlachtruf: „Und ist das Bier auch noch so kalt, trinke mers halt!“ unterwegs.
In der Kampagne 2017/2018 diente er als Minister bei Prinz Thorsten LVII., der närrische Präsidentensheriff, und Prinzessin Michaela XL. Quanz war Jugendwart, wurde 2008 als Beisitzer in den Vorstand gewählt und ist seit 2010 Mitglied des Dreiervorstands der HoBiFa. Seine Vereins- und Vorstandskollegen schätzen ihn besonders für seine hilfsbereite, tatkräftige und charmant durchsetzungsstarke Art, mit der er jede Herausforderung meistert. Die HoBiFa Karnevalgesellschaft e. V. bedankt sich herzlich bei Oliver Quanz für sein unermüdliches Engagement und zeichnet ihn in Anerkennung seiner Verdienste mit dem KVK-Karlsorden aus.
Nun machten die Aktiven die Bühne frei für die Gardetänze, und im Handumdrehen füllte sie sich mit zahlreichen jungen Tänzerinnen. Den Anfang machten die Sternschnuppen (Trainerinnen: Cora, Kim und Lilly Helfrich), die mit ihrem neu einstudierten tollen Tanz das Publikum begeisterten.
Weiter ging es mit den Minis (Trainerinnen: Pia Sondergeld und Lara Weber) die ihren schwungvollen Gardetanz präsentierten. Direkt danach legten die Teenies (unter der Leitung von Cèline Gunkel und Helene Ditzel) mit einem tollen Gardetanz nach und erfreuten das Publikum.
Dann wurden die Eintrittskarten mit den Prinzentipps eingesammelt, das Duo Malibu unterhielt mit einigen Tanzrunden und die Spannung in der Narhalla erreichte ihren Höhepunkt.
Um die Spekulationen noch etwas anzuheizen, hatten die Sitzungspräsidenten ein Video erstellt und nahmen darin das Publikum mit auf eine Rundfahrt durch die Gemeinde. Auch jetzt konnte man noch einige ratlose Gesichter sehen.
Dann endlich war es so weit. Die Leinwand fiel und heraus trat die neue Prinzenmannschaft der HoBiFa: Prinz Maximilian LXIII. von Allmus (im bürgerlichen Leben: Maximilian Vogel) begleitet von den Ministern Felix Gehring und Andrè Jannke, dem bezaubernden Prinzenmariechen Emma Pfleger, Zeremonienmeister Leon Ebert und Fähnrich Johannes Rehberg. Thorsten Beck und Ronny Helmer stellten die Tollität mit ihrer Mannschaft vor und alle stimmten in den Schlachtruf des neuen Prinzen ein: „De Lüüt senn om tobe, Molmes stett ganz obe.“
Die Prinzengarde brachte die prinzlichen Insignien und Prinz Maximilian richtete zum ersten Mal das Wort an sein närrisches Publikum. Die Minister verlasen abwechselnd die 11 Paragrafen der Proklamation, danach begeisterte Prinzenmariechen Emma ihren Prinzen, die Mannschaft und alle Zuschauer mit ihrem ersten Mariechentanz vor Publikum, den sie mit Hilfe von Julia Helfrich einstudiert hatte.
Der Hofbieberer Bürgermeister Markus Röder huldigte als erster und überreichte dem Prinzen symbolisch die Macht für die fünfte Jahreszeit in Form eines Schlüssels. Er ging auf die Proklamation ein und wünschte eine tolle, unvergessliche Kampagne.
Die Ehrenmitglieder und der Vorstand des Vereins sprachen dem Prinzen ihre Gratulation aus und erhielten den Prinzenorden der neuen Kampagne.
Die Tanzgarde (Leitung: Julia Helfrich) präsentierte in neuen Gardekleidern ihren ausdrucksstarken neuen Tanz und die Sitzungspräsidenten luden die Zuschauer zu den weiteren Veranstaltungen der Ho-Bi-Fa ein.
Nachdem Prinz Maximilian erstmals auf dem roten Thron Platz genommen hatte konnte er mit seiner Mannschaft zahllose Glückwünsche entgegennehmen und alle feierten gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden.
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