Die Kamelle flogen von den Wagen, viele Zuschauer hatten sich bunt kostümiert, es wurde gesungen und gefeiert. Nachdem die elf Böllerschüsse aus der Kanone im vergangenen Jahr wegen der neu eingerichteten Waffenverbotszone ausgefallen waren, konnte der Zug diesmal wieder am Bahnhofsvorplatz „angeschossen“ werden, die FKG hatte sich eine den Vorgaben entsprechende Konfettikanone organisiert. Dann zogen die 50 Wagen, 25 Musikgruppen – darunter auch die Mambo Kingx auf ihrem Jubiläumswagen – und 189 Fußgruppen die Bahnhofstraße runter über die Rabanusstraße und vorbei am Stadtschloss über die Friedrichstraße und den Buttermarkt bis ins Bermudadreieck. Zehntausende Zuschauer drängten sich hinter den Absperrgittern am Straßenrand und feierten eine große Party.
Viele der Besucher hatten sich verkleidet, so liefen zum Beispiel Kapitäne, Superhelden, Piraten und allerlei Tiere durch die Innenstadt – kleine und große Fastnachtsfans hatten sich einiges einfallen lassen. Die Aktiven hatten wieder viel Herzblut in die Gestaltung ihrer Motivwagen gesteckt. Die Vereine und Gruppen griffen dabei auch Themen aus Politik und Gesellschaft auf, zum Beispiel rollte ein ICE mit, der Zusammenhalt in der Foaset wurde hervorgehoben und die Köpfe von Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas waren auf einem Wagen zu sehen. Zum zweiten Mal hatte die FKG im Vorfeld auch einen Karikaturenwettbewerb ausgerufen.
Mit dabei waren in diesem Jahr neben der Fuldaer Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, die 83. von Fulda (Dr. Isabel Hohmann) und ihrer Mannschaft auch wieder die Tollitäten der Fuldaer Randstaaten und vieler weiterer Vereine. Auf dem FKG-Wagen fuhr Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld mit. Landrat Bernd Woide hatte sich den Petersbergern angeschlossen. Bürgermeister Dag Wehner war beim Hessentagspaar auf dem Hessentagswagen, Stadtpfarrer Stefan Buß fuhr beim Nordend mit und der Parlamentarische Staatssekretär Michael Brand in Haimbach. Um den Umzug für alle sicher zu gestalten, waren wieder Zufahrtssperren aufgestellt worden. Größere Vorfälle gab es aus polizeilicher Sicht nicht.
