Den tänzerischen Auftakt gestaltete die Krümelgarde, die jüngste und zugleich kleinste Garde des Vereins. Mit viel Herz, Konzentration und strahlenden Gesichtern zeigten die Nachwuchstänzerinnen und -tänzer ihren Gardetanz und eroberten die Herzen des Publikums im Sturm. Im Anschluss folgte eine Rede des Prinzen- und Kinderprinzenpaar in der sich bei den einzelnen Gruppierungen etc. bedankten, gespickt war sie mit musikalischen Einspielern. Danach betrat die Rhöngarde die Bühne und beeindruckte mit einem präzisen, schwungvollen Gardetanz. Die perfekt abgestimmten Formationen und die mitreißende Ausstrahlung sorgten für begeisterte Reaktionen im Saal.
Der nächste Programmpunkt waren die Grußworte von Bürgermeisterin Dana Hauke, die die Bedeutung des Vereinslebens und der Fastnacht für die Gemeinde hervorhob. Ebenso herzlich begrüßt wurde das Hessentagspaar Vera und Max Dudyka. Da Veras Wurzeln in der Gemeinde Eiterfeld liegen, war die Freude über ihren Besuch besonders groß. Mit viel Charme erzählten sie, dass sie eigentlich „nicht so die Fastnachter“ seien – ließen es sich aber nicht nehmen, gemeinsam mit dem Publikum die typischen Schlachtrufe zu üben. Spätestens da war klar: Auch sie hatten sichtlich Spaß an der Eiterfelder Fastnacht. Mit dem Auftritt der Bienchengarde ging es tänzerisch weiter. Schwungvoll, farbenfroh und mit beeindruckender Synchronität begeisterten sie das Publikum. Für zahlreiche Lacher sorgten anschließend zwei „Elfer mit Vaterfreuden“: Martin Mühlhause und Maik Vogt berichteten in einer herrlich ehrlichen und selbstironischen Büttenrede über den neuen Alltag als frischgebackene Papas. Ihr humorvoller Blick auf das Familienleben traf mitten ins Herz – und ins Zwerchfell.
Zum wiederholten Male bezauberte Lena Quanz, die dieses Jahr Prinzessin Lena strahlende Tänzerin mit Närrischem Sinn ist, mit einer Bütt. „Eine Liebeserklärung an Eiterfeld“ gespickt mit Klatsch Tratsch, einer spitzen Zunge und einer gewissen Selbstironie. Das Publikum dankte es mit viel Applaus. Das Tanzduo zeigte anschließend erneut sein beeindruckendes Können. Mit Ausdruck, Hebefiguren und tänzerischer Eleganz sorgte es für einen weiteren Höhepunkt des Abends. Ein absoluter Stimmungsgarant war Annika Link als „Königin der Geduld“. In ihrer Rede berichtete sie pointiert und mit viel schauspielerischem Talent über das Leben mit einem Mann. Ihre treffenden Beobachtungen aus dem Alltag sorgten dafür, dass kein Auge trocken blieb.
Die Roten Funken knüpften nahtlos an das hohe Niveau des Abends an und präsentierten einen kraftvollen und präzisen Gardetanz, der mit großem Applaus belohnt wurde. Kreativ und zukunftsorientiert zeigte sich das „Dream Team“, das einen Arbeitskreis zum Thema „Visionen Eiterfeld 2050“ gegründet hatte. Mit viel Fantasie und Humor entwickelten sie Zukunftsszenarien für die Gemeinde und hielten dabei so manchem aktuellen Thema augenzwinkernd den Spiegel vor. Ein besonderes Highlight war der Sketch der Prinzessin in dem Rhöngarde und Elferrat, kurzerhand die Rollen tauschten. Mit Musik, überraschenden Kostümwechseln und viel Spielfreude entstand ein Programmpunkt, der das Publikum immer wieder zu Szenenapplaus hinriss.
Der Projektchor entführte die Gäste anschließend musikalisch in den Dschungel. Dort traf man auf alleinstehende Gorillas, die dem Bier nicht abgeneigt waren. Mit humorvollen Texten und eingängigen Melodien begeisterte der Chor unter dem Motto: „Liane reißt, Banane bricht – aber unsere Freundschaft nicht.“ Mitsingen war ausdrücklich erwünscht. Mit dem Gardetanz der Eitrafunken wurde es noch einmal schwungvoll und energiegeladen auf der Bühne. Präzise Choreografie und strahlende Gesichter machten auch diesen Auftritt zu einem echten Hingucker.
Die Sketchgruppe „Catastrophe“ welche sonst als hauseigene Männertanzgarde aktiv ist parodierte anschließend das Dschungelbuch und bewies erneut ihr schauspielerisches Talent. Mit viel Situationskomik und lustigen Details, wie zum Beispiel das der schwarze Panther Shakira wie Gorge Gonzales spricht und die Elefantenparade sich als Benjamin Blümchen verkleidet, sorgten sie für beste Unterhaltung. Beim Showtanz der Rhöngarde „Ab geht die Pfad“ erreichte die Stimmung schließlich ihren Höhepunkt. Mitreißende Musik, ausdrucksstarke Choreografie und beeindruckende Bilder auf der Bühne rissen das Publikum von den Stühlen. Zum krönenden Abschluss versammelten sich noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne zum großen Finale. Ein beeindruckendes Bild, das die Vielfalt, den Zusammenhalt und das Engagement des gesamten Vereins widerspiegelte.
Doch damit war der Abend noch lange nicht zu Ende: Bei der großen Aftershowparty im Saal und in der ECV-Sektbar wurde ausgelassen weitergefeiert, getanzt und gelacht – ganz im Sinne der Eiterfelder Fastnacht. Ein rundum gelungener Abend, der wieder einmal zeigte: Der ECV steht für Gemeinschaft, Kreativität, Tradition und jede Menge närrische Lebensfreude.
