Schon der Einstieg versprach großes Spektakel. Das Dream Team präsentierte einen Introfilm, der die Gäste auf eine abenteuerliche Reise durch den Dschungel mitnahm. In einer humorvollen „Rettungsaktion“ mussten die Prinzenpaare aus der Wildnis befreit werden, um bei der großen Inthronisierung rechtzeitig dabei zu sein. Mit viel Witz, Charme und filmischem Talent sorgte dieser Auftakt nicht nur für Lacher, sondern setzte gleich zu Beginn den Ton für einen abwechslungsreichen Abend voller Überraschungen. Kaum verklangen die letzten Filmszenen, begann bereits die nächste Showeinlage: Der Einmarsch der Prinzenpaare des Elferrats und der Rhöngarde. Ganz im Sinne des Mottos traten die Akteure in fantasievollen Tierkostümen auf die Bühne. Das Publikum tobte, als das Kinderprinzenpaar als Simba und Nala sowie das Prinzenpaar als Sarabi und Mufasa den Saal betraten. Begleitet von fröhlicher Musik und viel Applaus eröffnete diese royale Tierparade den offiziellen Teil des Abends.
Tänze und Sketche voller Herz und Humor
Die jüngsten ECV-Tänzerinnen, die Krümelgarde, verzauberten mit ihrem Showtanz „Vaiana“. In bunten Kostümen und mit ansteckender Energie entführten die Kinder das Publikum in die Welt der Südsee. Die erste Portion Bauchmuskeltraining folgte dann im humorvollen Sketch von Victoria Bock und Elisa Richter. In ihrem Stück „Alles super“ schlüpften sie in die Rollen von Mutter und Tochter – wobei die Tochter voller Lebensfreude von ihrem perfekten Alltag berichtete, bis die Mutter trocken konterte, dass bald alles „ganz anders“ werde. Mit viel Witz, Charme und einem Augenzwinkern nahmen die beiden das Leben selbst aufs Korn – eine gelungene Mischung aus Humor und Alltags-Philosophie. Anschließend wirbelten die Bienchen über die Bühne und überzeugten mit ihrem mitreißenden Showtanz „Dschungelcamp“, bei dem kein Bein still blieb. Danach wurde es wieder schauspielerisch: Nicolas Busold und Lasse Wohlfeil zeigten in ihrem Sketch „Der Praktikant“, wie schwierig es ist, jemandem etwas beizubringen, der keine andere Frage kennt als: „Wie spät ist es?“ und „Wann ist Pause?“. Das Publikum lachte Tränen über die herrlichen Missverständnisse zwischen Lehrer und Lehrling.
Hilde und Schorsch erfüllen sich ihren Theatertraum
Ein echtes Highlight des Abends war der Auftritt des Kultpaares Hilde und Schorsch, das nun schon seit Jahren ein fester Bestandteil des ECV-Programms ist. In diesem Jahr erfüllten sich die beiden ihren Traum und traten auf der Bühne als Romeo und Julia auf – oder besser gesagt als ihre ganz eigene Version davon. Mit viel Wortwitz und einer gesunden Portion Selbstironie überzeugten sie das Publikum restlos. „Die Bad Hersfelder Festspiele können einpacken!“
Gäste aus Großentaft und mitreißende Musik
Ein weiterer Höhepunkt war der Einmarsch des FCK Großentaft samt Kapelle, Prinzenpaar und großem Gefolge. Als Gastgeschenk brachten sie die Firestars mit, die gemeinsam mit den Bluestars und Stardust ein energiegeladenes Medley darboten. Mit perfekt abgestimmten Choreografien, Lichteffekten und mitreißenden Songs sorgten sie für ausgelassene Partystimmung.
Von Mülltonnen, Handwerkern und königlichen Traditionen
Nach so viel Glanz durfte auch jugendlicher Schwung nicht fehlen: Das Kinderprinzenpaar brachte zusammen mit seinen Freunden mit einem „Mülltonnentanz“ Schwung und Rhythmus auf die Bühne. Mit leuchtenden Augen und sichtlicher Freude tanzten sie sich in die Herzen des Publikums. Besonders emotional wurde es, als das amtierende Prinzenpaar gemeinsam mit den Eltern des Prinzen – selbst das Prinzenpaar des Jahres 1989 – einen amüsanten Vergleich präsentierte: „Prinzenpaar damals vs. heute“. Charmant und mit Augenzwinkern zeigten sie, dass sich zwar manches verändert hat, doch die Freude an der Fastnacht bleibt generationsübergreifend gleich. Die Roten Funken nahmen anschließend alle mit in die bunte Tierwelt von Madagaskar, während der Prinz und seine Freunde als „Königliche Handwerker“ auftraten. Passend zu jedem Gewerk erklang ein Lied, zu dem eine eigens einstudierte Choreografie getanzt wurde – ein perfekter Mix aus Musik, Kreativität und handwerklichem Humor.
Wenn der Kaffee kalt wird – Sketche mit Tiefgang
In einem weiteren Sketch wurde das Publikum Zeuge, was passiert, wenn eine Frau nach 21 Jahren von einem „ausgedehnten Kaffeeklatsch“ nach Hause kommt und feststellen muss, dass ihr Mann längst ein neues Leben begonnen hat. Die „Wiedersehensfreude“ mündete in einem köstlich überdrehten Ehestreit, der eindrucksvoll bewies: Fastnacht lebt von Charakter, Timing und
der Freude am Spiel.
Heiße Rhythmen und musikalischer Endspurt
Mit dem nächsten Showtanz „Abflug nach Rio“ katapultierten die Eitrafunken das Publikum direkt in brasilianische Karnevalsstimmung. Federkostüme, Sambaklänge und temperamentvolle Choreografien verwandelten die Bühne in ein buntes Fest voller Lebensfreude. Auch die Fastnachtsfreunde aus Harmerz machten dem ECV ihre Aufwartung: Mit ihrem Fanfarenzug und der beeindruckenden Musketiergarde sorgten sie für imposanten Klang und tolle Stimmung im ganzen Saal.
Finale mit der Rhöngarde – ein furioses Ende einer grandiosen Kampagne
Zum großen Abschluss zeigte die Rhöngarde ein letztes Mal ihren kraftvollen Showtanz „Ab geht die Pfad“ – eine Darbietung, die ihrem Namen alle Ehre machte. Energiegeladen, synchron und voller Lebensfreude endete der Abend mit tosendem Beifall. Beim großen Finale versammelten sich noch einmal alle Aktiven auf der Bühne, um gemeinsam eine einmalige Kampagne ausklingen zu lassen – ein emotionaler Moment für Akteure und Zuschauer gleichermaßen. Danach ging es nahtlos in die Aftershowparty über: Im Hauptsaal sorgte Capriccio für Live-Musik und Tanzlaune, während in der ECV-Sektbar DJ „The Hardy“ bis in die frühen Morgenstunden für Stimmung sorgte. Der Kostümball 2026 des Eiterfelder Carnevalvereins zeigte eindrucksvoll, wie viel Liebe, Kreativität und Engagement im Verein stecken. Vom Nachwuchs bis zum erfahrenen Bühnentalent – alle trugen dazu bei, dass dieser Abend ein unvergessliches Erlebnis wurde. Eines steht fest: Der ECV hat bewiesen, dass Tradition, Teamgeist und Frohsinn in Eiterfeld nicht nur großgeschrieben, sondern gelebt werden.
