Über viele Jahre trug Claudia Springmann die Verantwortung für das vereinseigene Kostümarchiv und das legendäre „Räumchen“. Als „Haus- und Hofschneiderin“ des FFCK sorgte sie mit unerschütterlicher Geduld und handwerklichem Geschick dafür, dass die Garden, der Musikzug und die „Sterne“ stets in perfektem Glanz erstrahlten. Unzählige Kostüme wurden von ihr entworfen, genäht oder in letzter Sekunde repariert – ohne ihre flinken Hände wäre so mancher Auftritt sprichwörtlich „aus dem Faden gelaufen“.
Als Mitinitiatorin und Trainerin der „Sterne“ investierte sie viel Herzblut in die Schwarzlichtgruppe. Auch im närrischen Gefolge übernahm sie Verantwortung, unter anderem als Adjutantin von Hofmarschall Michael XIII. vom edelen Pflaster. Gemeinsam mit ihrem Mann Jörg bildete sie seit 1991 das Fundament der „Killergirls“, deren Ära im Jahr 2026 zu Ende ging. Seit 35 Jahren prägte sie die Truppe mit Humor, motivierender Strenge und einer unendlichen Fülle an Ideen. Die Verleihung des Karlsordens markiert den Höhepunkt einer langen Reihe von Auszeichnungen, darunter den FFCK-Hausorden (1986), den Floraorden (1990) und die KVK-Damenbrosche in Silber (1999).
