Passend zum Motto setzten die Dancing Queens mit ihrem Tanz gleich zu Beginn ein glanzvolles Ausrufezeichen. Dass der närrische Nachwuchs längst in den Startlöchern steht, bewiesen die Tanzmäuse, die als kleinste Garde die Bühne eroberten. Auch die Hellas Sterne und später die Hellas Funken heizten dem Publikum mit ihren Gardetänzen ordentlich ein.
In einem emotionalen und zugleich humorvollen Rückblick ließ man die vergangenen zehn Jahre und die unterschiedlichen Mottos Revue passieren – angefangen beim Start im Jahr 2016 mit dem Thema Hollywood über Stationen wie Moulin Rouge bis hin zum diesjährigen Jubiläum unter dem Motto: „In diesem Jahr feiern wir zehn Jahre Frauenfastnacht in bunter Pracht – die Königinnen regieren heute Nacht.“
Neben Tanz und Garde sorgten vor allem die Sketche und Büttenreden für viele Lacher im Saal. Ob bei „Aschenputtel“, beim feucht-fröhlichen Auftritt der Speckpacks oder beim Mädelsabend, bei dem bekannte Fernsehköche bei einem Bierchen fachkundig – und besserwissend – kommentiert wurden: Der Humor traf stets den Nerv des königlichen Publikums. Auch die klassischen Büttenreden durften nicht fehlen – vom leidenden Ehemann mit „Männerschnupfen“ bis hin zur selbsternannten Sportskanone, die ihre sportlichen Ambitionen augenzwinkernd hinterfragte. Besonders herrschaftlich wurde es mit dem Einmarsch der „Königin der Bütt“, Dschaggelien von Sachsen, die mit ihren Bodyguards erschien, diese jedoch kurzerhand an die Theke schickte, um anschließend mit viel Selbstironie über Eheleben, Figur und Urlaubsabenteuer zu berichten.
Für weiteren Schwung sorgten die Showtanzgruppen: Die Sweet Devils brachten mit ihrem WM-Fieber und Cheerleader-Feeling sportliche Dynamik auf die Bühne, während die No Names mit „School’s out“ für ausgelassene Stimmung sorgten. Musikalisch ergänzt wurde das Programm durch die Edelzicken, die mit bekannten Stimmungsliedern wie „Skandal im Sperrbezirk“ oder „Steh auf, mach laut“ das Publikum zum Mitsingen animierten und dabei tänzerisch unterstützt wurden.
Natürlich durften auch die Männertanzgruppen nicht fehlen. Sowohl die Eichenzeller Schreckschruwe als auch das Schritttempo Mackenzell sorgten mit ihren Auftritten dafür, dass die Herzen der närrischen Königinnen höherschlugen.
Abgerundet wurde das närrische Treiben durch den Einmarsch des Elferrats samt Tanzgruppen und Fastnachtskapelle und durch das gemeinsame Finale mit anschließender After-Show-Party.
