FKG-Präsident Oliver Weißenberger begrüßte die Narrenschar mit spürbarer Vorfreude und läutete damit offiziell das letzte große Event vor dem RoMo ein. Der gemeinsame Einmarsch von FKG, Garden, Elferräten sowie Rand- und Bundesstaaten bot ein beeindruckendes Bild. Orden blitzten, Fahnen wehten, der Applaus wollte kaum enden.
Dank und Herzblut für die Foaset
Mit bewegenden Worten richtete Prinzessin Isabel von Brief und Siegel die 83. von Fulda das Wort an die Gäste. Ihr Gruß galt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, den Ehrengästen und allen Närrinnen und Narren im Saal.
Sie hob besonders das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der Karnevalisten hervor. „Es ist sagenhaft, wie viele im Ehrenamt aktiv sind“, betonte sie unter großem Beifall. Jeder investiere Zeit, Kraft und Herzblut – und genau das mache die Fuldaer Foaset so besonders. Traditionen müssten bewahrt und zugleich mutig in die Zukunft getragen werden, so die Prinzessin weiter.
Ein besonderer Dank ging an den Vorstädtischen Bürgerverein, der sie beim Einmarsch sogar auf einem Teppich in den Saal getragen hatte. Der gemeinsame Auftritt mit der FKG sei unvergesslich gewesen. Herzliche Worte fand sie zudem für ihr Prinzessinnenteam, das sie während der gesamten Kampagne begleitet habe. Ebenso dankte sie dem gesamten Präsidium der FKG für die Unterstützung seit dem 11.11.
Randstaaten grüßen den Saal – närrische Zeitreise im Bus
Für die Rand- und Bundesstaaten übernahm Lena Höfer von Ostindia das Wort – und entführte das Publikum auf eine humorvolle Zeitreise. 1926 gegründet, feiert Ostindia in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.
In einer launigen „Busfahrt“ durch die närrische Stadtgeschichte stiegen symbolisch Verein um Verein zu. Vom Norden bis ins Südend, vom FFCK bis zum HCC – gereimt, gesungen und geschunkelt wurde mit sichtlicher Freude. Schlachtrufe hallten durch die Orangerie, als die Geschichte der Fuldaer Fastnacht lebendig wurde. „Wir sind 100 Jahre jung – und machen noch lange nicht Halt“, rief Höfer unter donnerndem Applaus. Das Publikum antwortete mit kräftigen dreifachen Helau-Rufen.
Ehrungen und Gänsehaut-Momente
Für beste Stimmung sorgte die Lumpenkapelle Taldorf, die den Saal musikalisch zum Beben brachte. Ein besonders emotionaler Moment folgte mit den Ehrungen: Rainer Büttner erhielt die Ehrennadel „Gesprochenes Wort und Gesang“ Stufe 3 in Gold vom Bund Deutscher Karneval. Auch Carlos Aha wurde mit dem Ehrenverdienstorden des BDK in Stufe 3 ausgezeichnet. Der gesamte Saal erhob sich zu Standing Ovations – ein würdiger Rahmen für jahrzehntelanges Engagement. Im Anschluss zeigte die FKG-Sternchengarde ihr Können und begeisterte mit einem schwungvollen Tanz, der mit langanhaltendem Applaus belohnt wurde.
Dreigestirn mit musikalischem Augenzwinkern
Ein Höhepunkt des Vormittags war der Auftritt des närrischen Dreigestirns aus Stadtbaurat Daniel Schreiner, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner. Mit dem humorvollen Song „Eislauf in der Sonne“ nahmen sie die nicht zustande gekommene Eisbahn aufs Korn. Der OB habe sich eigens neue Schlittschuhe gekauft – doch Stadtbaurat Daniel habe erneut keine Eisfläche hinbekommen. Der Saal bog sich vor Lachen.
Im nächsten Lied ging es um Lehnerz und die Grillenburg. Auch der Hessentag wurde mit dem Song „90, 21, 26“ gemeinsam mit dem Hessentagspaar thematisiert. Mit viel Lokalkolorit, Wortwitz und musikalischem Einsatz wurde auch dieses Thema verarbeitet. Das Publikum sang begeistert mit.
Fulda ist bereit für den Rosenmontag
Bis zum Aufbruch in die Aufstellungsbereiche wurde weiter geschunkelt, gesungen und gefeiert. Politik, Vereine und Gäste standen Seite an Seite – vereint in der Vorfreude auf den großen Umzug. Und das, obwohl Weißenberger mehrfach augenzwinkernd betonte: „Wir begrüßen alle Parteien – also alle demokratischen.“
Zum Abschluss brachte Präsident Oliver Weißenberger es auf den Punkt: Die Fuldaer Foaset lebt vom Miteinander, vom Ehrenamt und von der Leidenschaft aller Beteiligten. Mit Jubel, Musik und strahlenden Gesichtern endete der Magistratsempfang der Stadt Fulda. Der RoMo kann kommen.
