„Wir müssen aus unseren aktuellen Örtlichkeiten raus. Das Haus ist verkauft“, erklärte Bott. Besonders überraschend sei für den Verein gewesen, wie schnell der Verkauf über die Bühne ging. „Damit haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet“, sagte er auf Nachfrage von Osthessen-Zeitung.
Wie es nach dem Auszug weitergehen soll, ist derzeit noch offen. Bereits vor längerer Zeit habe der Verein Interesse an Räumen in der Grillenburg in Lehnerz bekundet. „Der Kontakt besteht aktuell noch“, so Bott. Konkrete Zusagen gebe es bislang jedoch nicht. „Weiteres kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.“
Unklar ist auch, was künftig mit dem Pfarrhaus St. Joseph geschieht. Nach Einschätzung des Vereinsvorsitzenden sei das Gebäude mittlerweile in die Jahre gekommen. „Da müsste einiges gemacht werden“, sagt Bott. Welche Pläne der neue Eigentümer verfolgt, ist bislang nicht bekannt. Er möchte derzeit nicht namentlich genannt werden.
Auf Anfrage bestätigt der Lehnerzer Ortvorsteher Stefan Euler, dass derzeit Gespräche mit einem Verein geführt werden. Um welchen Verein es sich handelt, ließ er offen. Fest steht jedoch: Die Grillenburg wird weiterhin genutzt.
„Sie ist nach wie vor in Benutzung für Feierlichkeiten und wird von uns vermietet“, erklärt Euler. Sein Ziel sei es, das Gebäude auch künftig als Bürgerhaus zu erhalten. „Ich möchte nicht, dass es dauerhaft an Dritte verpachtet wird. Deshalb kann ich mir eine langfristige Verpachtung aktuell nicht vorstellen.“
Der Kontakt zum Geselligkeitsverein Nordend bestehe bereits seit Jahren. Schon im Zusammenhang mit früheren Umbauplänen sei über eine mögliche Nutzung durch Vereine gesprochen worden. „Damals ging es um die Frage, ob sich Vereine vorstellen können, diese Räumlichkeiten zu nutzen“, so Euler.
Von Seiten der Stadt Fulda gibt es derzeit keine weiteren Informationen. Auf Nachfrage hieß es aus dem Stadtschloss, dass zum aktuellen Stand keine Auskunft gegeben werden könne.
Für den Geselligkeitsverein Nordend ist die aktuelle Situation mit vielen offenen Fragen verbunden. Bis zum Sommer muss eine neue Lösung gefunden werden. Ob diese in der Grillenburg liegt oder an einem anderen Ort, bleibt vorerst offen. Fest steht: Für den traditionsreichen Verein geht es in den kommenden Monaten um eine wichtige Weichenstellung für seine weitere Arbeit.
