Bereits lange vor Beginn füllte sich der festlich geschmückte Saal, viele Besucher erschienen mit Orden um den Hals und stimmten sich bei Gesprächen und Musik auf den närrischen Abend ein. Schon zur Eröffnung machte FKG-Präsident Oliver Weißenberger deutlich, was die Gäste erwartete: „Sie können gespannt sein: Es wird ein wunderbarer Abend – mit Stimmung, Tanz, Musik und Comedy. Wir wünschen Ihnen viel Spaß“, sagte er und erntete dafür den ersten großen Applaus des Abends.
Für einen schwungvollen Auftakt sorgten Paula und Aki Elm. Mit Reimen, Gesang und pointierten Alltagsbeobachtungen nahmen sie das Publikum sofort mit und bewiesen erneut ihr Gespür für Humor und Timing. „Man treibt die Sorgen aus der Welt, denn dafür ist der Name Fastnacht gestellt“, reimte Paula und brachte damit die Philosophie der närrischen Zeit auf den Punkt. Immer wieder brandete Gelächter auf, wenn die beiden Alltagssituationen und familiäre Begebenheiten auf die Schippe nahmen.
Mit dem feierlichen Einmarsch aller Aktiven zog anschließend festlicher Glanz in die Orangerie ein. Tänzerinnen, Musiker und Elferrat präsentierten sich in prächtigen Kostümen und sorgten für einen stimmungsvollen Übergang in den offiziellen Teil der Sitzung. Höhepunkt war der Auftritt von Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, der LXXXIII. von Fulda. Sichtlich bewegt blickte sie in den voll besetzten Saal und sagte: „Was für ein tolles Bild hier heute Abend in diesem wunderschönen Saal. Das sieht richtig spitze aus.“ Als zweite Prinzessin der FKG nach 1968 zeigte sie sich besonders stolz: „Ich danke allen Aktiven, die sich mit viel Herzblut für unser Heimatfest einsetzen. Herausragende Leistungen entstehen nur durch Leidenschaft und Fleiß.“
Einen der tänzerischen Höhepunkte setzte anschließend Prinzenmariechen Anna Weißenberger. Mit Eleganz, Kraft und Präzision überzeugte sie das Publikum und erhielt langanhaltenden Applaus. Ihr Vater und Präsident kommentierte schmunzelnd: „Konditionell topfit und bezaubernd – sie hat gar nichts von mir. Das hat sie alles von ihrer Mutter.“ Auch die Showtanzgruppe „Teenys“ beeindruckte mit einer aufwendig inszenierten Choreografie rund um die digitale Welt, die moderne Musik mit tänzerischer Ausdruckskraft verband. Nachwuchstalent Alma Lina bewies mit ihrem Solotanz, wie erfolgreich die Nachwuchsarbeit der FKG ist.
Ein weiterer Höhepunkt folgte mit dem Auftritt von Charlotte Till als Stewardess. Mit ihrer humorvollen „Sicherheitseinweisung“ und zahlreichen Wortspielen nahm sie das Publikum mit auf eine turbulente Reise. „Nicht umsonst nennt man uns die Fuldaer Rucksäcke“, sagte sie lachend. Präsident Weißenberger wurde kurzerhand in ihr Programm eingebunden: „Olli, zieh dir bitte deine Schwimmweste an – Sicherheit geht vor!“ Bei ihrer augenzwinkernden Suche nach dem „perfekten Mann“ kam sie schließlich zu dem Fazit: „Die schönsten und besten Männer gibt es immer noch bei uns hier zu Hause.“ Tosender Applaus und Standing Ovations waren die Folge.
In einer ausführlichen Begrüßungsrunde hieß Weißenberger zahlreiche Ehrengäste willkommen, darunter Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld mit Ehefrau Lioba, Bürgermeister Dag Wehner mit Ehefrau Diana, Ex-OB Gerhard Möller und Stadtpfarrer Stefan Buß. Über den Oberbürgermeister sagte er: „Wir haben da einen wirklich guten Kerl. Darauf sind wir sehr stolz.“ Auch Sponsoren, Helferinnen und Helfer sowie die Medien wurden gewürdigt: „Ihr stellt die Fuldaer Fastnacht toll dar. Dafür danken wir euch.“
Musikalisch sorgten die Fastnachtssänger für ausgelassene Stimmung. Mit „Ich bin in Fulda verliebt“ und dem umgetexteten Prinzessinnenlied brachten sie den Saal zum Mitsingen und Schunkeln. Spätestens jetzt hielt es kaum noch jemanden auf den Stühlen. Die Sternchengarde unterstrich diese Stimmung mit ihrer Performance.
Für staunende Gesichter sorgte anschließend die Akrobatikgruppe „Funtastix“. Mit spektakulären Hebefiguren, Sprüngen und perfekter Synchronität zeigten die 31 Tänzerinnen ihr Können. „Hier werden sämtliche Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt“, lobte Weißenberger begeistert.
Politische und gesellschaftliche Themen griffen Dr. Frank Steinhauer und Stefan Buß als „Doc von Foll“ und „Poar von Foll“ auf. Mit scharfem Witz und treffenden Pointen nahmen sie aktuelle Entwicklungen aufs Korn. „Übt euch in Einigkeit – sonst werden wir weltpolitisch zur Kleinigkeit“, lautete eines ihrer Fazits. Michael Bleuel als „Bauer Habersack“ setzte mit seinem „Rhönovision Song Contest“ einen weiteren humoristischen Höhepunkt und verlieh am Ende den „Goldenen Schwartemagen“.
Nach der Pause ging es nicht weniger stimmungsvoll weiter. Zum zweiten Mal an diesem Abend standen die Fuldaer Fastnachtssänger auf der Bühne und sorgten dafür, dass bei den Gästen kein Stimmungsloch entstand. Mit bekannten Liedern wie „Bella Fulda“ luden sie erneut zum Mitsingen und Mitklatschen ein und hielten die ausgelassene Atmosphäre in der Orangerie aufrecht.
Im Anschluss ging es närrisch weiter: Markus Hackenberg als „Priester“ und Markus Noll als „Gott“ sorgten mit ihrem humorvollen Dialog und zahlreichen Pointen erneut für Gelächter im Saal. Mit viel Wortwitz und Gespür für Timing trafen sie den Geschmack des Publikums und wurden mit kräftigem Applaus belohnt.
Danach übernahm die Föllsche Fusion mit ihrem Tanz „Rhön hinein – Foll daheim“ die Bühne und verband Heimatverbundenheit, Tradition und moderne Elemente miteinander. Mit Präzision, Ausdruckskraft und viel Energie begeisterten die Tänzerinnen die Zuschauer.
Im Anschluss begeisterte Aki Elm erneut das Publikum – diesmal in der Rolle des „Sandmännchens“. Mit seiner Mischung aus Comedy, Schauspiel und musikalischen Einlagen entwickelte sich sein Auftritt schnell zu einem der Publikumslieblinge des Abends.
Danach übernahmen die Föllsche Jonge das musikalische Kommando. Mit den Liedern „Oben unten“, „Karnevalsmaus“, „Home is wo de Dom is“ und „Föllsche Jong“ sorgten sie für beste Stimmung. Viele Gäste sangen textsicher mit, schwenkten ihre Arme und feierten ausgelassen.
Mit dem gemeinsamen Ausmarsch aller Aktiven endete schließlich der offizielle Teil der Sitzung. Auf und vor der Bühne verabschiedeten sich Tänzer, Musiker und Redner vom Publikum, das ihnen mit langem Applaus dankte.
Doch damit war der Abend noch lange nicht vorbei. Bei der anschließenden Aftershow-Party verwandelte sich die Orangerie in eine große Tanzfläche. DJ Markus Fiedler sorgte mit einem abwechslungsreichen Musikmix aus Karnevalshits, Charts und Klassikern für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.
Die erste Fremdensitzung der FKG erwies sich damit als voller Erfolg und als eindrucksvolles Zeichen für die Lebendigkeit der Fuldaer Fastnacht.
Humor, Professionalität, Nachwuchsarbeit und Gemeinschaftsgefühl prägten den gesamten Abend. Präsident Oliver Weißenberger brachte es zum Abschluss auf den Punkt:„Mit euch als Publikum kann man nur gewinnen – so macht Fastnacht richtig Spaß.“ Ein Abend, der vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
