Vor allem aber versprüht die Florengäßner Brunnenzeche den Geist der Foaset durch ihre groß und breit angelegte Zahl der Aktiven. Das fängt schon bei den Jüngsten an. So tummeln sich in der Garde „Lollipops“ bereits Vier- und Fünfjährige, herzerfrischend präsentierten sie ihren Piratentanz. Dass auch der Rednernachwuchs nicht fehlt, zeigte Henning Sommer bei seiner Premiere in der Bütt. Insgesamt spiegelte das Programm den karnevalistischen Dreiklang von Musik, Tanz und Wort sehr gut wider.
Aber der Reihe nach. Schon beim Einmarsch präsentierten sich Brunnenpaar Michaela und Frank „vom hohen Rad“ in Begleitung der Biedermeierpaare und unter dem Klang der „Niesiger“ bestens gestimmt. Unterstützt wurde das Brunnenpaar vom Gesinde und den glanzvollen Garden. Die Begrüßung der Narrenschar durch Bürgermeisterin Elisabeth Schröder und ihren „Vize“ Bernd Fricke setzte ein erstes Ausrufezeichen. Ab dann übernahmen die „Charlies“ das närrische Kommando und führten mit Charme, Clownerie und Wortwitz durch das Programm. Richard Thonius verabschiedete die einzelnen Programmpunkte kenntnisreich und eloquent von der Bühne. Alle Tanzgruppen, von den „Junioren“ über die „Senioren“ bis hin zu den „Heihöppern“ und den „Leppdancern“ zeigten grandiose tänzerische Klasse und erhielten stürmischen Applause. Von akrobatisch bis zauberhaft schön, lauteten die Komplimente für die beiden Tanzmariechen. Goldmariechen Lioba Schreiner und Goldmarie Doreen Sommer verzückten das begeisterte Publikum.
Bei den Wort- und Büttenbeiträgen glänzten erneut Daniel und Oskar Schreiner als Kalender und Handy bei ihrem fastnachtlichen Protokoll. Keine wichtige Begebenheit in föllsch Foll und darüber hinaus wurde ausgelassen. Christian Vogel als Stadtwächter von Foll erklärte aus närrischer Sicht, was wichtig war in Foll oder auch nicht. Dabei setzte er sich auch mit dem Schlossturm und dem „Kronjuwel“ auseinander. Geradezu meisterhaft beherrscht Mathias Brähler das Spiel mit dem Wort und dem klangvollen Vers. Seine Stadtführung führte über den Dom und andere Sehenswürdigkeiten. Die Narrenschar begleitete den Redner mit tosendem Beifall. Und dann gab es noch „hohen Besuch“ aus Amerika. Dietmar Weidenbörner war als Donald Trump auf die Bühne gehüpft und wortreich auf englisch und platt in diese Rolle geschlüpft. Die Musikschow der „Niesiger“ ging in jedes Ohr, Titel aus Domplatzkonzerten und Musicals kamen darin vor. Mit ihrem Hit „Eine Stunde länger müsste Rosenmontag sein“, läutete die Gardeband das große Finale ein. Bei good Bomb und föllsch Foll hinein, stimmten Aktive und Publikum voll überein.
