osthessen-fasching.de 27.01.2026

Närrisches Blut ist kostbar – Blutspenden-Aktion der FKG

Fulda – Von Silas Messing – Nur drei Prozent der Deutschen spenden regelmäßig Blut. Umso wichtiger sind Aktionen wie die Blutspende am Montag im Pfarrzentrum Horas: Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, die 83. von Fulda, machte gemeinsam mit ihrer Mannschaft den Anfang. Insgesamt 55 Menschen hatten sich angemeldet, um die kritische Versorgungslage zu unterstützen – Blutreserven, die aktuell nur noch für einen Tag reichen.

Die Prinzenmannschaft gibt ihr kostbares närrisches Blut ab. Fotos: Silas Messing.

Das gründliche Beantworten der Fragen vor der Blutabgabe gehört dazu.

Volker Elm: „Wer auch immer mein Blut bekommt, wird viel närrischen Spaß haben.“

„Blutspende ist ein ganz wichtiges Thema“, betonte Prinzessin Isabel. „Der Vorrat sollte eigentlich fünf Tage reichen, aktuell haben wir nur einen Tag. Wenn man selbst gesund ist, ist es eine gesellschaftliche Pflicht, anderen zu helfen.“ Für die Prinzessin war es eine Premiere: Zum ersten Mal spendete sie Blut – ganz ohne Nervosität. Ein besonders persönlicher Antrieb war die Unterstützung der Krebsforschung. „Meine Mutter ist an Krebs verstorben. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, auf die Bedeutung der Blutspende hinzuweisen“, erklärte sie.

Die Aktion soll nicht nur helfen, sondern auch Vorbildfunktion zeigen. „Durch Prinzessin Isabel möchten wir neue Zielgruppen erreichen, insbesondere unter den Karnevalisten. In Fulda gibt es eine aktive Karnevalsszene, und ihr Engagement macht das Thema für viele greifbarer“, erklärte Andreas Opitz, Ärztlicher Direktor vom DRK.

Der Hintergrund ist ernst: In Deutschland spenden nur etwa drei Prozent der Bevölkerung Blut. Feiertage, Krankheitsausfälle, Witterungseinflüsse und die erhöhte Nachfrage der Krankenhäuser führen häufig zu Engpässen. „Ein Tag Reserve bedeutet, dass wir gerade so versorgen können. Bei einem größeren Ereignis würde es knapp werden. Idealerweise sollten vier Tage Reserve verfügbar sein“, so Opitz. Deutschland benötigt täglich rund 15.000 Blutspenden, um die Versorgung sicherzustellen erklärt Opitz.

Für die Karnevalisten ist es ein aktiver Beitrag für die Gesellschaft. FKG-Präsident Oliver Weißenberger betonte: „Für unsere Gruppe ist es wichtig, Tradition und Feier zu pflegen, aber auch Verantwortung zu übernehmen. Mit der Blutspende setzen wir ein Zeichen für gesellschaftliches Engagement.“

Närrische Aspekte wurden dabei nicht ausgelassen: In der Proklamation der Prinzessin hieß es bereits humorvoll: „Närrisches Blut ist kostbar. Deshalb wird angeordnet, dass alle Karnevalisten aus der Region Fulda bei DRK-Blutspendeterminen von diesem Elixier etwas abgeben, um Menschenleben zu retten.“

Die Aktion zeigt, dass gesellschaftliches Engagement und Spaß am Karneval sich nicht ausschließen. Blutspenden rettet Leben – sowohl bei Unfällen als auch in der medizinischen Forschung, besonders in der Krebsforschung. Prinzessin Isabel appellierte: „Jeder gesunde Mensch sollte sich einmal mit dem Thema Blutspende auseinandersetzen. Es kostet wenig Aufwand, kann aber Leben retten.“

Bei der Blutspendenaktion der FKG setzten viele Menschen dieses Prinzip in die Tat um. Ein kleines Zeichen mit großer Wirkung – und ein Signal dafür, dass närrisches Blut kostbar ist.

Blutspenden-Aktion der FKG. Fotos: Silas Messing.